Die 3 häufigsten Probleme mit USB-Sticks

Wenn es beim Übertragen von Stickdateien auf USB-Sticks zu Problemen kommt, hat das in 99% aller Fälle eine der folgenden Ursachen:

  1. Der Dateiname der Stickdatei enthällt Umlaute oder Sonderzeichen (wie äü?ß%/)
    Lösung: Den Dateinamen ändern, so dass diese Zeichen ersetzt werden (z.b. durch ue für ü)
  2. Auf dem Stick sind Dateien gespeichert, die keine Stickdateien sind (z.B. zip- oder PDF-Dateien)
    Lösung: Diese Dateien löschen
  3. Es ist ein falscher Rahmen eingestellt (z.B. einer, den es für die Maschine garnicht gibt)
    Lösung: Immer genau (ganz genau!) den Rahmen in der Software einstellen, den man auch tatsächlich für die Maschine besitzt.
    Wie man dieses Problem genau löst, erkläre ich hier.

Janome-Besitzer aufgepasst!

Janome-Maschinen brauchen auf dem USB-Stick eine bestimmte Verzeichnisstruktur (bei vielen Modellen das “EMB”- Verzeichnis, bei manchen M0dellen das EMBF-Verzeichnis).
Dieses Verzeichnis wird automtisch erstellt, wenn ein leerer USB-Stick in die Janome-Maschine gesteckt wird.
Die Stickdateien müssen dann in einen bestimmten Ordner – je nach Maschinenmodell heisst der EMB oder EMBF. Sind die Dateien in einem anderen Ordner, kann die Maschine sie nicht finden.

Für manche Janome Maschinen muss die Dateiendung jef groß geschrieben werden – also JEF – damit die Maschine die Datei lesen kann.

Schauen Sie ggf. in das Handbuch Ihrer Maschine oder fragen Sie Ihren Händler!

Hier erklärt Janome das Vorgehen für die gängigsten Maschinenmodelle, allerdings nur auf Englisch. Auf den Bildern kann man aber auch viel erkennen, wenn man kein Englisch spricht.

1000 Blogposts!

1000 posts

Trommelwirbel! Im Stickmaschinen-Blog gibt es seit heute 1000 einzelne Blog-Posts!

Ein dickes Danke an alle Leser! Ohne Ihre und Eure Treue wäre das nicht möglichgewesen!

Der schlimmste Fehler, den Sie beim Digitalisieren machen können

und natürlich, wie Sie ihn vermeiden 😉

Der schlimmsteFehler beimDigitalisieren

Stickdateien zu digitalisieren ist heute keine große Sache mehr.

Bevor Stickmaschinen mit Strom liefen, war das Wissen über das “Digitalisieren” (das damals noch Punchen hieß), ein gut gehütetes Geheimnis, das oft nur innerhalb von Familien weitergegeben wurde.

Puncher waren vergleichsweise gut bezahlt – eben wegen ihres Expertenwissens.

Wenn Sie neugierig sind, können Sie hier mehr zum Thema lesen und auch ein Video anschauen.

Heutzutage kostet die Software, die man zum Digitalisieren braucht, kein kleines Vermögen mehr, schon mit wenigen Hundert Euro ist man dabei.

Folglich gibt es heute viele, viele Digitalisierer, überall auf der Welt. Viele davon digitalisieren rein zum Vergnügen, als Hobby – noch vor 30 Jahren war das undenkbar. Allein die Software, die man brauchte, kostete zwischen 50.000 und 100.000 Dollar. Mit der Hardware zusammen kam da auf jeden Fall ein sechsstelliger Betrag zusammen. Entsprechend war das Digitalisieren nur etwas für Leute, die es wirklich ernst meinten.

Die einfache Verfügbarkeit der Software führt nun dazu, dass viele digitalisieren. Das Internet ist voll mit Stickdatei-Freebies – längst nicht alle sind gut digitalisiert.

Einen sehr guten Artikel zum Thema “was macht eine gute Stickdatei aus” hat Nette von Regenbogenbuntes hier veröffentlicht.

Mit schlechten Stickdateien aber hat man keinen Spaß und keine Freude – im Gegenteil. Man vergeudet Zeit und Material, ruiniert sich im Extremfall ein schon fertig genähtes Stück.

Was nun aber ist der größte Fehler, den man bei Digitalisieren machen kann?

Auto-Digitalisieren? Den Zauberstab nutzen? Schlechte Grafiken verwenden?

Nein. Wenn Sie mich fragen, dann ist der größte Fehler, die Stickdatei nicht zur Probe zu sticken.

Wirklich beurteilen kann man eine Stickdatei am Bildschirm nicht.

Das hat nichts mit der Software zu tun, die man nutzt. Das ist mit jeder Software das gleiche Problem.

Durch das Sticken wird der Stoff 1) “durchlöchert” und dehnt sich aus und 2) durch die Fäden zwischen den Löchern zusammengezogen.

Den Einfluss, den das Sticken auf das fertige Motiv hat, kann man am Bildschirm nicht beurteilen. Punkt.

Nur gestickt kann man sehen, wie gut gelungen die Datei tatsächlich ist.

Und ja, so ein Probestick taugt nichts, wenn man danach die Stickdatei nicht überarbeitet. Und natürlich nochmal probestickt.

Bei meiner ersten Serie habe ich das gefühlte 10.000 Mal gemacht – alle meine Freundinnen haben damals meine Teststicks geschenkt bekommen.

Erinbern Sie sich vielleicht? Das hier war meine erste Stickserie:

sms-mgsh-09070010

Je mehr Erfahrung man mit dem Digitalisieren hat, desto weniger “Nacharbeiten” hat man durchzuführen – so jedenfalls meine Erfahrung.

Aber an dem Prinzip ändert sich nix: Immer erst solange probesticken, bis die Datei ordentlich ist! Erst dann sollte eine Datei an Probesticker gehen.

Probesticker sind meiner Meinung nach nicht dazu da, die groben Schnitzer zu finden. Das ist Aufgabe des Digitalisierers!

Gute Probesticker finden die kleinen “Macken” – eine Mißverständlichkeit in der Anleitung zur Datei, ein Problemchen, das nur bei einem bestimmten Maschinenmodell auftritt usf.

Ja, auf diese Weise bedeutet das Digitalisieren viel Arbeit. Nervenaufreibende Arbeit. Zu Beginn meiner Digitalisierer-Tätigkeit war ich oft drauf und dran, in die nächste Tischkante zu beißen. Es dauerte einen ganzen Sommer, bis ich das Prinzip des Zugausgleichs wirklich verstanden hatte. Meine Erkenntnisse stecken nun in meinem Embird Studio Grundkurs – im Modul 3 geht es “nur” um den Zugausgleich. Dieses Modul halte ich nach wie vor für das wichtigste Modul überhaupt im ganzen Kurs.

Schlechte Stickdateien braucht niemand, gute sind Gold wert.

In diesem Sinne: Sticken Sie probe!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merken

Welche Schriften darf ich mit FontEngine gewerblich nutzen?

Wer Embird gewerblich nutzt (also Stickdateien oder Stickereien gegen Entgelt verkauft), muss das Urheberrecht beachten.

Nicht alles, was man privat mit Embird digitalisieren kann und darf, darf man auch verkaufen. Das betrifft sowohl Grafiken als auch Schriften.

Die Embird Alphabete dürfen Sie alle uneingeschränkt gewerblich nutzen – wie aber ist das mit den Schriften, die mit FontEngine nutzbar sind? Welche der folgenden dürften Sie gewerblich nutzen?

20150219-5

Da hängt es von der einzlnen Schrift ab, was Sie dürfen! Embird FontEngine verwendet so genannte TrueType-Schriften. Die können Sie überall im Netz herunterladen – hier eine Linkliste.

Bei jeder Schrift müssen Sie einzeln prüfen, was Sie mit ihr tun dürfen – hier mal ein Beispiel. Auf dafont.com wird Ihnen für jede Schrift angezeigt, was Sie dürfen:

dafont

“100% Kostenlos” bedeutet, dass Sie Lizenzbedingungen genau lesen müssen; mit einiger Wahrscheinlichkeit ist die Schrift gewerblich zu nutzen, “kostenlos für privaten Gebrauch” bedeutet, dass Sie die Schrift für private, nicht gewerbliche Zwecke nutzen dürfen. “Shareware” bedeutet, dass Sie die Lizenzvereinbarungen lesen müssen und dass die gewerbliche Nutzung wahrscheinlich kostenpflichtig ist.

Prüfen Sie unbedingt, ob Sie eine Schrift gewerblich nutzen dürfen, bevor Sie Stickdateien oder Stickereien damit verkaufen! Legen Sie die Lizenzbedingungen sicher ab, so dass Sie im Zweifelsfall (=Streitfall) belegen können, dass Sie das Recht hatten/haben, diese Schrift zu verwenden.

WICHTIG: Alle Embird Alphabete dürfen gewerblich genutzt werden!

Merken

Merken

Merken

Sticksoftware-Kauf – Fragen, die Sie vorher beantworten sollten

Eine Sticksoftware zu kaufen, ist eine Entscheidung, die man nicht soo häufig trifft – die folgenden Fragen sollten Sie zu Beginn Ihrer Kaufentscheidung beantworten , um einen Fehlkauf zu vermeiden:

Sticksoftwarekauf(1)

Ich beantworte die einzelnen Fragen gerade mal am Beispiel Embird:

  • Für welches Betriebssystem? Welches Betriebssystem muss auf dem Rechner installiert sein, damit die Software läuft?
    Windows, Mac mitParallels
  • In welcher Sprache ist die Software verfügbar?
    Deutsch, Englisch, Tschechisch, Dänisch, Holländisch, Ungarisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, Russisch, Slovakisch, Schwedisch, Spanisch, Ukrainisch
  • Funktionen – nur editieren oder auch digitalisieren? Was brauche ich, wenn ich nur Stickdateien bearbeiten will? Und was, wenn ich Stickdateien digitalisieren will?
    Nur editieren: Embird Basic, auch digitalisieren: Embird Basic plus Embird Studio
  • Modular oder “alles auf einmal”? Kann ich die Software Stück für Stück kaufen (modular)?
    Modular
  • Preisrahmen – < 1000 €, 1000-2000 €, > 2000 €? Was kostet das Gesamtpaket?
    Weniger als 1000 €
  • Mit integriertem Grafikprogramm? Ist ein Grafikprogramm in die Sticksoftware integriert?
    nein
  • Welche Formate sind möglich (können geschrieben werden)? Welches Format liest Ihre Maschine – und was brauchen ggf. Ihre Kunden?
    10o, 9mm, bro, csd, dat, dsb, dst, dsz, exp, exy, fxy, gt, hus, inb, jef, jef+, ksm, m1, m2, m3, max, mit, new, pcd, pcm, pcq, pcs, pec, pes, phb, phc, plt, ptm, sew, shv, spx, ssp, sss, sst, stx, tap, tbf, t01, t03, t04, t05, t09, uxy, u**, vip, vp3, xxx, zxy, z**

Und für Brother PE Design 10 (- alle Infos nach bestem Wissen und Gewissen):

  • Für welches Betriebssystem? Welches Betriebssystem muss auf dem Rechner installiert sein, damit die Software läuft?
    Windows
  • In welcher Sprache ist die Software verfügbar?
    Englisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch, Russich,  Chinesisch
  • Funktionen – nur editieren oder auch digitalisieren? Was brauche ich, wenn ich nur Stickdateien bearbeiten will? Und was, wenn ich Stickdateien digitalisieren will?
    Editieren plus Auto-Digitalisieren: Brother PE Design Plus, auch digitalisieren: Brother PE Design 10
  • Modular oder “alles auf einmal”? Kann ich die Software Stück für Stück kaufen (modular)?
    Alles auf einmal
  • Preisrahmen – < 1000 €, 1000-2000 €, > 2000 €? Was kostet das Gesamtpaket?
    1000-2000 €
  • Mit integriertem Grafikprogramm? Ist ein Grafikprogramm in die Sticksoftware integriert?
    Nein
  • Welche Formate sind möglich (können geschrieben werden)? Welches Format liest Ihre Maschine – und was brauchen ggf. Ihre Kunden?
    .pes, .dst, .exp, .pcs, .hus, .vip, .shv, .jef, .sew, .csd, .xxx.

Und für Bernina Designer V7 (- alle Infos nach bestem Wissen und Gewissen):

  • Für welches Betriebssystem? Welches Betriebssystem muss auf dem Rechner installiert sein, damit die Software läuft?
    Windows, Mac mit Boot Camp 4.0, VMware Fusion 4, Parallels 7
  • In welcher Sprache ist die Software verfügbar?
    Englisch, Deutsch, weitere?
  • Funktionen – nur editieren oder auch digitalisieren? Was brauche ich, wenn ich nur Stickdateien bearbeiten will? Und was, wenn ich Stickdateien digitalisieren will?
    Nur editieren: Bernina Editor Plus, auch digitalisieren Bernina Designer Plus
  • Modular oder “alles auf einmal”? Kann ich die Software Stück für Stück kaufen (modular)?
    Alles auf einmal
  • Preisrahmen – < 1000 €, 1000-2000 €, > 2000 €? Was kostet das Gesamtpaket?
    1000-2000 €
  • Mit integriertem Grafikprogramm? Ist ein Grafikprogramm in die Sticksoftware integriert?
    Ja, CorelDraw® Essentials X6
  • Welche Formate sind möglich (können geschrieben werden)? Welches Format liest Ihre Maschine – und was brauchen ggf. Ihre Kunden?
    .ART, .ARX, .PEC, .PES, .EMD, .HUS, .VP3, .VIP, .PCS, .PCD, .PCQ, .PCM, .SEW, .XXX, .DST, .EXP, .CSD

Stimmen die Angaben für Brother PE Design und für Bernina Designer so?

 

Merken

Email-Kontakt
close slider

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden.