Making-of: Lätzchen

Bei Freunden von uns ist Nachwuchs angekommen – Zeit, mal eben Lätzchen zu nähen und zu besticken.

Babysachen sind ja immer ziemlich winzig – das Lätzchen schneide ich immer erst nach dem Sticken zu, weil ich den Stoff zu besser besticken kann. Wäre das Schnitt-Teil schon fertig zugeschnitten, wäre es mir zu knifflig in den Rahmen zu spannen.

Ich schneide Vorder- (grün) und Rückenteil (gelb) des Lätzchens grob in der Form zu:

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Den Stoff spanne ich dann zusammen mit dem Vlies in den Rahmen udn sticke das Motiv oder den Namen:

 

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Nach dem Sticken schneide ich das Vlies zurück und schneide das Vorderteil zu.

Bei diesem Modell (Schnittmuster und Anleitung hier) verstürze ich Vorder- und Rückenteil, steppe das Lätzchen dann ab und montiere Kamsnaps:

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Fertig 🙂

Der Namenszug ist erstellt mit dem Embird Alphabet Nummer 18.

Was ist eigentlich – Crewel / Jacobean Embroidery?

Jacobean Embroidery meint den Stick-Stil, der während der Regierungszeit von King James I in England im 17. Jahrhundert populär war.

crewel

Foto: Wikipedia – http://en.wikipedia.org/wiki/Crewel_embroidery#mediaviewer/File:Crewel_curtain_c_1696_England_leaf_detail.jpg

Gestickt wird meist mit Wolle und frei (nicht gezählt).

Besonders bekannt in diesem Stil ist z.B. der Teppich aus Bayeux,

bayeux

Foto: Wikipedia – http://en.wikipedia.org/wiki/Bayeux_Tapestry#mediaviewer/File:Odo_bayeux_tapestry.png

Der Teppich zeigt die Eroberung England durch William den Eroberer (1066 n. Chr.) und ist fast 70 Meter lang.

Auf der tickmaschine geht sowas natürlich auch!

Hier eine Fleecejacke, die ich mit Motiven von hier bestickt habe.

Unter dem Begriff  “new crewel” haben eingie Handsticker die alte Technik wiedererweckt.

Hier habe ich auf einer Pinwand schöne Arbeiten gesammelt.