Schneidplotter und textile Bügelfolien

Einige von Ihnen haben es bestimmt schon gesehen: Embird 2015 Build 10.13 bietet jetzt eine Unterstützung für Schneidplotter, wie z.B. die Modelle Silhouette Portrait oder Cameo.

In diesem Beitrag zeige ich, wie man mit dem Schneidplotter und textilen Bügelfolien arbeitet.

Zunächst muss man mit einer speziellen Software eine Datei für den Schneidplotter erstellen. Bei einigen Plottern wird so eine Software bereits mitgeliefert.

Wichtig für alle Embird-Besitzer: Ab Version 2015 10.12 kann man auch mit Embird Dateien für Plotter erstellen!

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Hier mal ein Schriftzug mit meinem Namen.

Geschnitten wird die Bügelfolie später an den roten Linien.

Da der Schriftzug aufgebügelt wird, muss er seitenverkehrt geschnitten werden!

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Ist der Schriftzug ausgeschnitten, müssen zuerste alle Folienteile, die nicht Teil des Schriftzuges sind, von der Trägerfolie entfernt werden.

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Das gilt auch für die “Füllungen” innerhalb der Buchstaben-Löcher… 😉 Dazu gibt es ein spezielles Werkzeug.

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Schließlich ist nur noch der Schriftzug auf der Trägerfolie.

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Die wird dann auf dem Stoff positioniert.

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Dann wird nach Anweisung gebügelt und schließlich wird die Trägerfolie abgezogen:

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Fertig ist die Tasche mit individuellem Schriftzug:

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Schneidplotter – was ist das?

Einige von Ihnen haben es bestimmt schon gesehen: Embird 2015 Build 10.13 bietet jetzt eine Unterstützung für Schneidplotter, wie z.B. die Modelle Silhouette Portrait oder Cameo.

Was genau ist eigentlich ein Schneidplotter und was hat der mit Stoffen und Nähen zu tun?

Plotter sind meist riesige Drucker, mit denen man technische Zeichnungen auf großformatigem Papier ausdrucken kann. Schnittmuster zum Nähen werden z.B. oft ausgeplottet und so auf DIN A1 oder A0 Papier gedruckt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Plotter_Gerber_Infinity.jpg

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Plotter_Gerber_Infinity.jpg

Schneidplotter sind Plotter, die nicht drucken, sondern schneiden.

Mit ihnen kann man verschiedene Materialien schneiden: Papier und Pappe natürlich, aber auch spezielle Folien. Möglich sind auch dünne Holz”papiere”, Zuckerguß, Stempelmaterial oder eben Stoff.

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Auf diesem Weg kann man ganz exakte Formen ausschneiden – z.B. als Applikation. Die kann man dann als “normale” Applikation mit der Nähmaschine aufnähen. Oder man schneidet sich die Form passend zur Stickdatei und lässt die Applikation dann von der Stickmaschine feststicken.

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Wer braucht sowas? Ist das teuer?

Schneidplotter kosten ab ca. 140 € aufwärts. Hinzu kommen natürlich Kosten für Material.

Brauchen tun so etwas natürlich die Kreativlinge 😉 . Schneidplotter sind beliebt bei Scrapbookern, Modellbauern, Tortenbäckern, Nähern und Stickern.

 

Was hat das mti Embird zu tun?

Embird kann mit solchen Plottern zusammenarbeiten. Wie genau das geht, erkläre ich in diesem Kurs.

Neu: Embird jetzt mit Unterstützung für Schneidplotter

Einige von Ihnen haben es bestimmt schon gesehen: Embird 2015 Build 10.13 bietet jetzt eine Unterstützung für Schneidplotter, wie z.B. die Modelle Silhouette Portrait oder Cameo.

Was ist damit gemeint?

Bei Applikationen können Sie jetzt die Farblage, die den Stoff markiert oder festheftet als *.svg-Datei exportieren. Diese Datei können Sie dann auf dem Plotter nutzen und so ganz exakt passende Applikationen zuschneiden.

Was geht damit nicht?

Sie können mit dieser Datei aus Stickdateien keine Plotterdateien machen! Es geht nur darum, passende Applikationen zu schneiden.

Wie geht das?

Hier gerade die Kurzfassung für Cracks, eine ausführliche Beschreibung folgt so schnell wie möglich:

Ich habe im Embird Editor eine Applikationsdatei geöffnet:

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Die erste Farblage stickt die Markierungslinie – ich habe hier im Beispiel mal alle anderen Farblagen ausgeblendet, damit es deutlicher wird:

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Diese Farblage exportiere ich nun im Format .svg, die meine Plotter-Software lesen kann.

Dazu klicke ich mit der RECHTEN Maustaste auf das gelbe Farbquadrat oben rechts. Ich sehe folgendes Kontextmenü und wähle “Save cutting file…”

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Ich kann nun eingeben, wieviel “Rand” um die eigentliche Form herum stehen bleiben soll – der dient dann quasi als “Nahtzugabe”.

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Die abgepsicherte svg-Datei kann ich dann in meiner Plotter Software (hier im Beispiel Silhouette Studio Designer (Basic genügt nicht! Erst ab der Version Studio Designer können svg-Dateien importiert werden!) öffnen und wie gewohnt zum Schneiden vorbereiten.

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So, das war wie gesagt die Kurszfassung für die Plotter-Cracks – ausführlich beschreibe ich das alles so schnell wie möglich.