Stickrahmen – Tipp für Stickmaschinen-Neulinge

Heute habe ich wieder einen Beitrag für Stickmachinen-Neulinge – ich möchte zeigen, wie man einen Stickrahmen zum Handsticken bespannt – und wie zum Maschinesticken.

Auf dem Bild sind zwei Stickrahmen zu sehen. Der runde aus Holz ist zum Handsticken (naja, zumindest vom Prinzip her – ich nutze ihn auch zum freien Maschinesticken), der eckige aus Kunststoff ist zum Maschinesticken (mit Stickmodul).

Hier beide mit je einem Stück eingespannten Filz.

Die beiden sehen sehr ähnlich aus – aber der Unterschied beim Bespannen ist immens wichtig!

Beim Rahmen zum Maschinesticken kommt der Filz UNTEN im Rahmen zu liegen – der überstehende Filz außerhalb des Rahmens zeigt nach oben!

Nur so kann die Stickmaschine korrekt arbeiten.

Hier der Rahmen zum Handsticken – der Filz liegt OBEN im Rahmen, der überstehende Filz außerhalb des Rahmens zeigt nach unten.

Wichtig. Wenn ich mit der Maschien sticke, ist der Stoff (oder der Filz) IMMER UNTEN eingespannt, auch wenn ich den Handstickrahmen zum freien Maschinesticken verwende!

So kommt der Stoff direkt auf der Maschine zu liegen und kann korrekt bestickt werden.

 

 

Kostenloses Schnittmuster für Wollwalk-Hut

Im Februar 2011 habe ich auf meinem privaten Blog Faserfimmel.de ein Schnittmuster für einen Wollwalk-Hut als Freebie veröffentlicht. Derzeit bekomme ich unzählige Anfragen nach dem Download für dieses Schnittmuster.

Um nicht alle Anfragen einzeln beantworten zu müssen, poste ich nun einfach auch hier den Download-Link erneut:

Topfhut aus Wollwak

Topfhut aus Wollwak

 

Hier gibts den Download:

Lutradur

Am Wochenende habe ich erste Erfahrungen mit Lutradur gesammelt – wirklich ein super-tolles Material!
Lutradur ist ein nicht-gewebtes  Material aus Polyester (ein Vlies also), das sich vielfältig verarbeiten läßt – man kann es mit allem möglichen bemalen, bestempeln, färben; es franst nicht, ist prima als Grundlage für den Embellisher geeignet und vieles mehr.

Am Wochenende habe ich verschiedene Farben auf Lutradur ausprobiert – Aquarellstifte sind toll, Letraset Aquamarkers besonders…

Damit muss ich noch weiter spielen…

Hier eine erste Spielerei mit den Elementen Linie und Farbe, passend zu meinem City & Guilds Kurs.

Spaß mit Couching

“Couching” ist eine Technik, für die ich keinen rechten deutschen Begriff kenne (kann mir da jemand weiterhlfen?) – der “Couching Foot” für die Maschine ist auf Deutsch der “Schnuraufnähfuß”, also sollte die Überschrift zu diesem Posting vielleicht lauten “Spaß mit Schnur-Aufnähen”…

So sieht er aus, der Couching-Fuß:

Hinten läuft ganz normaler Nähfaden durch die Nadel, vorne läuft eine Schnur durch, die dann mit Geradstich festgesteppt wird. Und das funktioniert. Gut sogar!

Man kann den Stoff frei bewegen, die Schnur wird immer erfaßt.

Hier mein erstes Sample (grrr – “Muster” natürlich, ich lerne das Ganze ja auf Englisch und bei manchen Begriffen finde ich die englischen irgendwie passender):

Couching kombiniert mit Maschinen- und Handstichen.

Gestern dann habe ich mir nette Garne ausgesucht – Couching ist prima geeignet, um Wollreste vom Stricken oder Weben zu verwenden:

Ich habe mir irgendwann angewöhnt, meine Stickgarne auf Kärtchen zu wickeln – da fällt die Übersicht leichter. Mittlerweile landet auch jeder Strickgarnrest auf einer Karte…

Das fertige Sample habe ich auf einen Keilrahmen montiert – einfach, um einmal auszuprobieren, ob das geht. Und zum anderen, weil ich derzeit so viele Samples sticke, dass ich das Gefühl habe, man sollte mit ihnen auch mal etwas Anständiges anstellen, sie nicht nur in eine Ikea-Kiste zu packen oder ins Skizzenbuch zu kleben.

So montiert sieht ein simples Sample gleich nach was aus… 🙂

Kleine Spielerei zwischendurch

Vorgestern habe ich testweise ein kleines Lace-Körbchen im freien Maschiensticken gearbeitet.

Pailetten zwischen zwei Lagen wasserlöslichem Vlies – mit Zickzack-Stich kreuz- und quer darüber gestickt.

So sah es vor dem Sticken aus.

Und so danach:

Ich wollte ausprobieren, ob das Ganze standfest bleibt – tut es!

Dazu wird das wasserlösliche Vlies nicht ganz herausgewaschen – das Werkstück bleibt nach dem “Auswaschen” absichtlich seifig und klebrig. Fühlt sich eklig und schleimig an – das trocknende Restvlies aber verleiht die notwendige Stabilität.

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