In letzter Zeit bekomme ich viele Fragen dazu, was man denn mit Embird tun könne.
Hier mal ein Beispiel dafür, wie ich Embird Basic tagtäglich nutze:

Für Weihnachten möchte ich eine gekaufte Stickdatei auf Handtücher sticken.

Als erstes drucke ich mir eine so genannte „Schablone“ aus. Das geht im Embird Manager. Ausnahmsweise (weil ich heute Fotos davon mache) habe ich mal den Farbdrucker genommen, normalerweise reicht es mir schwarz-weiß.

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Die Schablone zeigt das Stickmuster in Originalgröße mit Hilfslinien zum Positionieren und eine Übersicht über die Farbwechsel.

Das Stickmuster schneide ich aus und lege es testweise auf das Handtuch, um den „besten Platz“ für die Stickerei zu finden.

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So gefällt es mir!

Aus meinen Stickgarnen suche ich mir die heraus, die auf der Garnliste genannt sind.

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Damit das optimal klappt, habe ich mir einen eigenen Garnkatalog erstellt, der nur die Garne enthält, die ich auch tatsächlich habe (und nicht alle 260 Brildor PB  Farben…). Wie das geht mit dem eigenen Garnkatalog habe ich hier in einem kostenlosen PDF-Dokument erklärt.

Meist muss ich die Farben noch ein wenig umstellen – die Auswahl, die Embird für mich getroffen hat, ist zwar dicht am Original, aber nicht ganz so dicht an meinem persönlichen Geschmack.

Die Garnrollen kommen bei mir auf den Mehrfachgarnrollenhalter. So sind sie schnell zur Hand und stehen nicht an der Tischkante im Weg.

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Jetzt kommt das Handtuch in den Rahmen – untendrunter kommt auswaschbares Vlies (weil ich beim fertigen Handtuch kein Vlies auf der Rückseite haben will, das kratzt beim Abtrocknen) und obendrauf kommt auswaschbares Avalonvlies, damit die Stiche im Frottee nicht versinken.

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Das überstehende Handtuch befestige ich mit Klammern,die es in jedem Drogeriemarkt gibt und die eigentlich für Haare gedacht sind.

Jetzt fällt es mir wie Schuppen aus den Augen: Wenn ich das Motiv so sticke, wie es im Original ist, steht die gute Rentierdame auf dem Kopf! Also schnell nochmal mit Embird gedreht (das geht mit dem Editor!)

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So wäre die Gute verkehrtherum:

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So stimmt es:

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Jetzt kann ich die Datei mit Embird Manager auf den USB-Stick übertragen, den in die Maschine stecken und das Stickmuster laden.

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Meine Bernina hat zwar ein Farb-Display, angenehmer und übersichtlicher aber finde ich es, mir die Farblagen in Embird Manager anzeigen zu lassen.

Dort sehe ich alle Farblagen in der Übersicht (und in der richtigen Farbe! Ich verwende meist das Format exp und das zeigt Farben auf dem Maschinendisplay nicht immer richtig an).

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Oben alle 17 Farblagen in der Übersicht und hier unten mal eine Detail-Vergrößerung:

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Ich sehe jeweils die Farblage grafisch, die Anzahl der Stiche und die Farbnummer meines Garnes.

So, jetzt kann ich ich sticken!

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Natürlich geht das alles auch ohne Embird, nur mit der Maschine. Aber mit Embird finde ich es übersichtlicher. Und die ausgedruckte Schablone ist ein tolles Hilfsmittel.